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FA1/GP3 Saisonrückblick-Interview:

Du hast dich mit damals lediglich 17 Jahren in der vergangenen Winterpause als frisch gekürter ATS Formel 3 Trophy Champion für den Einstieg in die 550PS starke FA1-Serie entschieden. Was waren deine ersten Eindrücke?

Sebastian Balthasar: „Ich konnte in 2013 nach lediglich einem Jahr im ADAC Formel Masters auf Anhieb die Formel 3 Trophywertung gewinnen. Der Aufstieg in die Formel Acceleration und dann anschließend zusätzlich in die GP3 Serie war dann tatsächlich sehr mutig, denn die Leistungsentfaltung in diesen A1 GP bzw. GP3 Autos ist echt brachial. Ich kannte viele Abläufe, wie z.B. die Pflichtboxenstopps in der FA1-Serie bisher nicht und die Konkurrenz war mir in Sachen Erfahrung in allen Belangen weit überlegen. Es war klar, dass ich schnell lernen musste, um vorne mitmischen zu können.“

Vierter in der Gesamtwertung sowie mehrere Podiumsplatzierungen – du hast dich in der Formel Acceleration achtbar aus der Affäre gezogen und auch in der GP3 Serie deutliche Akzente gesetzt.

Sebastian Balthasar: „Ich habe in erster Linie die wichtigsten europäischen Rennstrecken kennengelernt, den perfekten Umgang mit dem Auto und die an einem Wochenende wichtigsten Parameter einstudiert. Letztendlich habe ich es als mit Abstand jüngster Pilot mehrmals aufs Podium geschafft und im Kampf mit den sehr erfahrenen Kontrahenten (u.a. Macau GP Sieger Felix Rosenqvist) insgesamt eine sehr erfolgreiche Saison absolviert.“

Zur Saisonmitte hatte sich ja mit Serienneueinsteiger Hilmer Motorsport in der GP3-Serie eine interessante zusätzliche Option für dich ergeben.

Sebastian Balthasar: „Das noch sehr junge Team aus Niederbayern wollte sich im Rahmen der Formel-1 nun auch in der GP3 Serie etablieren und war auf der Suche nach einem schnellen Piloten. Ohne jegliche Vorbereitung und mit einem erneut völlig unbekannten Fahrzeug bin ich dann ins kalte Wasser gesprungen und habe mich der Herausforderung gestellt.“

Was war dein GP3-Highlight neben der Tatsache, dass die Serie im Rahmenprogramm der Formel-1 fährt?

Sebastian Balthasar: „Das Highlight war natürlich meine überzeugende Performance und die schnellsten Rennrunden beim Rennen in Hockenheim. Die Umstellung vom FA1-Auto auf den GP3 Renner war aber insgesamt nicht einfach und generell waren wir im Vergleich zu den Piloten, die sich natürlich schon in der Winterpause auf die Saison vorbereitet hatten, im klaren Nachteil. Gemeinsam mit dem Team haben wir jedoch schnell Fortschritte gemacht und konnten zunehmend Akzente setzen.“

Was ist der Plan für 2015?

Sebastian Balthasar: „Für 2015 liegt der Fokus auf einer Teilnahme in der GP3-Serie oder Formel 3 Europameisterschaft. Ich werde mich mit einem umfangreichen Fitness- und Testprogramm in der Winterpause konzentriert auf die Rennen im Vorzimmer der Formel-1 bzw. DTM vorbereiten und hoffe, dass ich mich im Umfeld der weltbesten Formelsport-Nachwuchspiloten erfolgreich etablieren kann.“

Vielen Dank für das Gespräch!

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